Giuseppe «Beppe» Signori ist am 17. Februar 1968 in Alzano Lombardo geboren. Seine Karriere startete er beim UC Albino Leffe wo er in 38 Spielen 8 Tore erzielt hatte. 1986 erhielt er bei Piacenza Calcio seinen ersten Profivertrag. Mit Piacenza schaffte er in seiner ersten Saison den Aufstieg in die Serie B. Im Jahr 1987 wechselte der Stürmer zu US Foggia und steigt 1991 in die Serie A auf. Diese Stationen waren das Sprungbrett zu seinem grossen Durchbruch im Jahr 1992. Dann nämlich wechselte er zu Lazio Rom und wird umgehend zum beliebtesten Spieler der italienischen Hauptstadt. Zwischen 1992 und 1997 erzielt er in 152 Spielen sagenhafte 107 Tore.

«Beppe» der Torgarant, das liess sich die «Squadra Azzurra» nicht entgehen und bietet ihn auf. In den Jahren 1992-1995 erzielt er für das italienische Nationalteam in 28 Spielen 7 Tore. Zwar war Signori international erfolgreich, konnte sich aber beim damaligen Nationaltrainer Arrigo Sacchi nicht richtig entfalten, da dieser versuchte ihn mehrheitlich im Mittelfeld einzusetzen.

Im Jahr 1998 wird er zu Sampdoria Genua transferiert, bevor er im gleichen Jahr zu Bologna (1998-2004) wechselt und einen zweiten Frühling erlebte. Anschliessend zieht es ihn nach Griechenland zu Iraklis Saloniki und im Oktober 2005 zum ungarischen Club FC Sopron. Beim FC Sopron ist er bis 2006 als Spielertrainer aktiv wo er dann seine Profi-Karriere beendet hatte.

Insgesamt erzielte «Beppegol» 188 Tore in 344 Spielen in der Serie A. Damit zählt er zu den erfolgreichsten Torschützen der Geschichte des italienischen Fussballs. «Beppe» war ein sehr schneller, hart arbeitender und begabter Stürmer. Mit seinem linken Fuss war er eiskalt und erfolgreich. Seine Torschüsse waren präzis und hatten Power. Sein Spielstiel war stets nach vorne orientiert. Gefürchtet wurden auch seine Standartsituationen. Neben Siniša Mihajlović, war er einer von zwei Spielern, welcher einen Freistoss-Hattrick in der Serie A erzielen konnte. Bezüglich seines Elfmetergeheimnisses sagte er gegenüber der italienischen Zeitung «Libero»: «Es gibt keinen richtigen oder falschen Weg, Elfmeter zu schiessen. Ich habe aus dem Stand geschossen, weil man nicht die Kraft braucht, sondern nur die Präzision. Es gab nur ein Geheimnis. Ich zwang den Keeper, vor mir zu entscheiden. Der Torhüter hielt immer ein Knie tiefer als das andere, eine unbewusste Bewegung, aber eine entscheidende Nuance, weil er mir zeigte, dass er mit diesem Bein abspringen und in die andere Richtung gehen wird.»

Nach seiner Tätigkeit als Profifussballer war er bei RAI Radio1 angestellt. Sein Debüt als Fussballtrainer gab er wie bereits erwähnt im Jahr 2006 beim FC Sopron. Von 2008 bis 2009 war er zudem Direktor beim FC Ternana Calcio.

2011 stand Italien im Fokus eines Fussballwettenskandals. Dabei wurden zahlreiche Fussballspieler und Funktionäre verhaftet. Auch Signori, der zum damaligen Zeitpunkt keine fussballbezogene Funktion ausübte, war Teil dieser Ermittlung. Zunächst wurde er unter Hausarrest gestellt, welches aber 2 Wochen später widerrufen wurde. Im August 2011 wird Signori für 5 Jahre von jeglicher fussballbezogenen Tätigkeit ausgeschlossen. Aus Mangel an Beweisen wurde er aber erst im Februar 2021 von allen Vorwürfen freigesprochen und erhält alle Trainerdiplome zurück. Jetzt ist «Beppe» auf der Suche nach einer neuen Herausforderung.

Dokumentarfilm & Buch
Dieses Jahr erscheint ein Dokumentarfilm über «Beppe». Anfänglich wird diese Dokumentation auf diversen italienischen Sendern ausgestrahlt und später international auf sämtlichen Streaming-Plattformen verfügbar sein.

Weiter veröffentlicht Giuseppe Signori auch ein Buch. Dieses beinhaltet seine Geschichte, seine Biographie und gibt diverse Geschehnisse, welche sich auf und neben dem Platz ereignet haben preis.

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